Berlin, Potsdamer Platz

 

Wenn ich heute Berlin besuche, gehört ein Abstecher zum Potsdamer Platz auf alle Fälle dazu. Auch während der letzten Tage, als ich zur re:publica wieder einmal in der Hauptstadt war.

Im Sommer 1989 sah ich das Gelände von den Aussichtspodesten West-Berlins nur von Ferne. Auch als ich 1994 zum Studium nach Berlin zog, war der Platz noch eine große, sandige und von Kaninchen bewohnte Fläche. Nur das alte Weinhaus Huth trotzte dem Wandel der Zeit. 

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Große Pläne wurden gemacht, Baukräne und Betonmischer dominierten das Areal. Auf einer Baustellenbesichtigung Mitte der 1990er Jahre staunte ich über Taucher, die unterirdische Fundamente gossen und die riesigen Häuser, die entstanden.

Der Kaissersaal bewegte sich langsam weiter zu seinem heutigen Ort. Die Hochhäuser reckten sich in den Berliner Himmel, das Sonycenter spannte sein Zeltdach zwischen den Häusern auf. Langsam regte sich das Leben.

Berlin2Kinos, Cafés, Theater und das Einkaufscenter eröffneten – und die Menschen strömten, um die neue Berliner Mitte wieder in Besitz zu nehmen. Die rote Aussichtsbox, die monatelang über die Bauarbeiten informiert hatte und von der wir den Fortschritt der Arbeiten beobachtet hatten, verschwand.

Heute, fast 25 Jahre nach dem Mauerfall und 20 Jahre, nachdem ich nach Berlin gezogen war, erinnert nur noch ein Streifen an den Ort, an dem die Mauer einst Berlin teilte.

Mit einem leichten Schritt gehe ich darüber hinweg.

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